Samstag, 25. Juni 2016

Der letzte Schultag

Hallo ihr lieben,
ja, wie ihr es im Titel schon lesen könnt, ich hatte meinen letzten Schultag hier in Uruguay. Den letzten für wahrscheinlich immer.
Dieser letzte Schultag war genauer gesagt gestern und ich muss sagen, das war echt ein komisches Gefühl: Nie wieder mit meiner Freundin Ernestina in die Cantina (Kantine, oder besser gesagt Schulkiosk) zu gehen und den gratis Kaffee zu holen, den die Schule im Winter anbietet. 
Nie wieder zählen wie oft meine Geschichtslehrerin "Entienden, chiquilines?" ("Versteht ihr, Kinder?") pro Stunde sagt. 
Nie wieder in den Schulpausen irgendwelche komischen Selfies auf Sofias Handy machen.
Nie wieder die Soziologie Lehrerin suchen, damit sie unsere Stunde vorzieht und wir früher gehen können, wenn ein anderer Lehrer fehlt.
Sowas werde ich einfach nicht mehr erleben und das macht mich irgendwie traurig.

Am Donnerstag, also meinem vorletzten Schultag haben wir eine offizielle Verabschiedung in meiner Klasse gemacht. Geplant war eine Merienda Compartida (Merienda habe ich ja schon mal erklärt & Compartida heißt geteilt, sodass jeder einfach etwas mitbringt). 
Als ich dann am Donnerstag gegen 16:35 Uhr in der Schule angekommen bin, wurde ich schon von einigen Klassenkameraden empfangen. Es gab ziemlich viel zu essen, Kuchen, Kekse, selbstgemachte Pralinen usw. Auch ich habe natürlich etwas mitgebracht: Deutsche Weihnachtsplätzchen, natürlich selbst gebacken und ich musste feststellen, dass diese in Uruguay ziemlich gut ankommen, denn ich wurde ungefähr 19.000 Mal nach dem Rezept gefragt und außerdem wurden die Plätzchen ja ziemlich schnell leer gegessen.
Auch schon in der ersten Stunde haben wir ein Klassenfoto gemacht und auch meine Freundinnen und ich haben gefühlte tausend Bilder gemacht.
In der zweiten Stunde habe ich dann ein Abschiedsgeschenk bekommen: ich habe eine Tasse mit der Uruguayflagge und dem frisch aufgenommenen Klassenfoto bekommen (super Idee!) und ein T-Shirt, wo alle unterschrieben haben. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut und so vergesse ich sie garantiert nicht: :D
Generell haben wir an dem Tag ziiiiemlich viel gegessen, aber das war ja quasi Sinn der Sache.

Gestern haben wir noch eine endgültige Verabschiedung in der Klasse gemacht: vier Stunden essen, quatschen und lachen. Am Ende haben mich ganz viele noch umarmt und mir eine gute Reise gewünscht. Ich kann es echt nicht glauben, dass gestern echt das letzte Mal im Liceo Campos (meiner Schule) war...

Jetzt habe ich also Ferien, mal wieder. Für meine Klassenkameraden sind es nur zwei Wochen bis sie wieder von 13.15 bis 19 Uhr im Klassenzimmer sitzen müssen und ihre Halbjahresexamen fertig schreiben. Für mich sind es jetzt ganze neun Wochen frei und das nächste Mal, wenn ich eine Schule betrete, wird in Deutschland sein, komischer Gedanke, oder?
Generell, der Gedanke das ich heute in zwei Wochen, um diese Zeit, in Deutschland bei meiner Familie, bei meinen Freunden und bei wem sonst noch sein werde, ist einfach so absurd...

In den zwei Wochen Ferien habe ich noch viel geplant: Ich werde zusammen mit Julia eine kleine Abschiedsfeier machen, ich werde vermutlich mit meiner Gastmutter für zwei Tage nach Punta del Este fahren (hat jetzt im Juni doch nicht geklappt), ich werde auf jeden Fall ein paar Tage in Dolores verbringen, um mich von meinen Freunden dort zu verabschieden und sonst... vielleicht werde ich noch einen Tag nach Colonia fahren oder ein bis zwei Tage aufs Campo fahren, denn eine Schülerin meiner Gastmutter hat mich eingeladen. (Campo ist so etwas wie uruguayischer Bauernhof, halt im nichts). Mal sehen, was ich am Ende wirklich mache. :D

DIE ZEIT RENNT EINFACH!

Jetzt kommen noch ein paar Bilder von der Verabschiedung und so :)

Klassenfoto (und der Rest vom Essen)

Meine Freundinnen: Agustina, Ernestina, ich und Sofia

Sofia und ich

Ernestina und ich

Agustina und ich (mit wunderschönem Snapchat Effekt)

Plätzchen im Juni

Liebe Grüße,
eure Frieda

P.S. In zwei Wochen müsst ihr mich wieder ertragen, stellt euch drauf ein. :P


Montag, 6. Juni 2016

Paysandú & was ich sonst noch so gemacht habe

Hallo ihr Lieben,
da schreib ich schon wieder. Ich wollte ja eigentlich schon im letzten Post berichten, was ich so in der letzten Zeit gemacht habe, aber der Post ist dann ja doch etwas anders ausgefallen, haha.
Also es hat sich hier in Mercedes schon ein ziemlicher Alltag eingespielt: Morgens, wenn meine Gastmutter arbeitet lese ich viel (momentan lese ich die Harry Potter Reihe auf Spanisch - ich hab schon die ersten drei und den siebten Teil fertig & bin gerade beim vierten) und wenn meine Gastmutter da ist, trinken wir oft Mate zusammen und quatschen ein bisschen. Nach dem Mittagessen gehe ich dann immer in die Schule und habe Unterricht bis 19 Uhr. Meine Klasse ist echt super cool & ich habe dort auch ein paar super Freundinnen gefunden mit denen ich in langweiligen Unterrichtsstunden labere oder, wenn wir eine Freistunde haben, an die Rambla gehe. An den Wochenenden mache ich gerne etwas mit meiner Gastmutter, mit meinen Freundinnen und Freunden aus Uruguay oder mit Julia.

Diesen Samstag waren Julia und ich zum Beispiel in Paysandú, einer Stadt zwei Stunden nördlich von Mercedes. Am Samstag Morgen um acht Uhr morgens ist Julia zu mir gekommen und nach einem kleinen Frühstück sind wir dann zur Terminal, dem Busbahnhof, gelaufen. Als wir in Paysandú angekommen sind, wurden wir erstmal vom Regen begrüßt, der uns aber überhaupt nichts ausgemacht hat. Nachdem wir erstmal planlos durch die Stadt gelaufen sind, haben wir erstmal (richtig Touri-like) in einem Obstladen nach dem Weg ins Stadtzentrum gefragt und haben dann nach kurzem Suchen sogar eine Touristeninformation gefunden, wo uns eine nette Dame eine kleine Stadtkarte gegeben hat.
Ja, ich muss sagen, wir waren wirklich typische Touristen an dem Tag. 
Als allererstes haben wir uns eine große Kirche angeschaut, dann sind wir ein bisschen im Zentrum herumgebummelt bis wir langsam Hunger bekommen haben und in einem kleinen Hamburger Restaurant (auf Empfehlung der Frau in der Touristeninformation) zu Mittag gegessen haben. Danach sind wir in ein kleines Geschichtsmuseum gegangen. Dort haben wir lange mit einem Mitarbeiter des Museums gequatscht, der uns viel über die Geschichte Paysandus erzählt hat. Zum Schluss sind wir nochmal kurz zurück ins Zentrum gegangen und dann schnellen Schritts zurück zur Terminal, um den Bus nach Mercedes zu bekommen.
Gegen 19 Uhr sind wir dann wieder in Mercedes angekommen. Es war ein schöner Ausflug & jetzt kenne ich wieder eine Stadt mehr aus Uruguay. Paysandu hat mir trotz des Regens gefallen, auch, wenn die Stadt nicht so schön wie Mercedes, Salto oder Colonia ist. :)

Gestern Nachmittag war ich mit einem Kumpel und zwei seiner Freunde bei einem kleinem Motorradrennen. Es war echt cool, das live zu sehen, aber am Ende wurde es ein bisschen kalt. Danach bin ich zu einer Freundin meiner Gastmutter gegangen und wir (meine Gastmutter, die Familie der Freundin und ich) haben dann das Fußballspiel Uruguay gegen Mexiko geschaut, bei dem Uruguay leider 3 zu 1 verloren hat. So zu verlieren ist schon etwas traurig, aber das traurigste (oder doch lustigste?) war, dass statt der uruguayischen Nationalhymne die chilenische gespielt wurde!

Das Wochenende davor, also das letzte Maiwochenende, war ich in Dolores. Am Samstag bin ich gegen 10.30 Uhr in Mercedes losgefahren und war dann 40 Minuten später in Dolores. Ich habe dann gleich erstmal Ari (meiner Freundin bei der ich auch im Januar 10 Tage war, und bei der ich auch dieses Wochenende war) geschrieben, aber die Gute hat leider noch geschlafen, sodass ich kurz bei Maleia, einer ATS in Dolores vorbeigeschaut habe. Zum Mittagessen bin ich dann zu Ari und danach sind Ari und ich zu einer Freundin gegangen und haben dort mit ein paar Anderen das Championsleague Finale geschaut. Später am Abend sind Ari und ich zu einer anderen Freundin gegangen und haben dort Pizza gemacht. Wir haben Karten gespielt und viel gelacht. Am nächsten Tag gegen Mittag haben Aris Mutter, ihre kleine Schwester, ihr kleiner Bruder, zwei kleine Cousins und ich Gnocchi selbst gemacht, also den Teig, das Gnocchi-Formen und das Kochen. Es hat echt viel Spaß gemacht & gehört auch voll zu der uruguayischen Kultur dazu, da man ja an jedem 29. Gnocchi isst. Nach dem Mittagessen habe ich dann Hannah, eine andere ATS besucht und wir haben zusammen Apfelkuchen gemacht. Dann bin ich zu Milena, meiner Area Rep, gegangen um einfach mal wieder mit ihr zu quatschen, da sie wie eine Freundin für mich ist. Dort hat sie mir auch die Profile der neuen ATS in Uruguay gezeigt, was für mich auch echt cool war, weil es mich schon interessiert, wer hier so nächstes Jahr hinkommt. 
Am Abend hatte ich eigentlich geplant heim zu fahren, aber ich bin dann doch spontan geblieben, da mich Milena und ihre Familie zum Übernachten eingeladen haben.
Am nächsten Tag nach dem Mittagessen sind wir ins neue Liceo von Dolores gegangen und haben dort geholfen Stühle zu stellen usw., da es am Mittwoch eröffnet wurde. Das neue Liceo besteht aus Containern und ist ganz schön geworden. 
Neues Liceo? Wieso eigentlich? In Dolores gab es doch vor 1 1/2 Monaten den Tornado: eins der beiden alten Liceos steht nicht mehr, das andere ist Einsturz gefährdet. Das neue, "provisorische" Container-Liceo wird benutzt bis alles wieder hergerichtet ist, das kann noch ein bisschen dauern.
Dann haben wir noch Merienda gegessen und vor dem Feuer gesessen bis ich um 19.15 Uhr zum Bus musste und dann gegen 20 Uhr in Mercedes angekommen bin.

So, das wars auch schon wieder. Ich hoffe, es geht euch allen gut! :)
Falls das neue Austauschschüler lesen und ihr irgendwelche Fragen generell zum Auslandsjahr oder speziell zu Uruguay habt, gerne in die Kommentare :)
Jetzt kommen noch ein paar Bilder :)

Mein Lieblingsalfajor

Uruguay Liebe <3

Austauschschülerbesuch von Emilie und Maleia

Mit Mädchen aus meiner Klasse: v.l.n.r. ich, Barbara, Agustina, Mikaela, Rosa, Anabella und Ernestina

Meine Mädels: v.l.n.r Anabella, Ernestina, ich, Sofia und Agustina

Die Kirche in Paysandu

Blumen



Besos,
Friedita <3

Donnerstag, 2. Juni 2016

Warum vergeht die Zeit so schnell?

Hallo meine Lieben,
und schon wieder sind ungefähr zwei Wochen seit meinem letzten Post vergangen und es kommt mir einerseits vor, als wäre es vorgestern gewesen, dass ich diesen geschrieben habe, andererseits ist es auch schon wieder ewig her. Genauso ist es mit meinem Auslandsjahr: einerseits kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich hier angekommen bin, andererseits habe ich so viel erlebt, dass es mir wie eine Ewigkeit vorkommt. Ich verstehe einfach nicht wie das mit der Zeit funktioniert... Sie geht mir in letzter Zeit einfach viel zu schnell um & es bleibt mir noch zu wenig. Ich will noch so viel machen, aber es heute (Freitag!) aber einfach nur noch genau fünf Wochen!
Ob ich will oder nicht, muss ich sogar schon langsam anfangen mich von Leuten zu verabschieden, obwohl ich mich doch gar nicht verabschieden will?! 

Ich habe noch so viel vor in der kurzen Zeit: am Samstag gehts mit Julia nach Paysandú, einer Stadt zwei Stunden nördlich von hier, und wir spielen ein bisschen Touristen. Das Wochenende drauf bin ich hier in Mercedes und mache was mit meinen Freundinnen hier, das Wochenende drauf bin ich WAHRSCHEINLICH einen Tag in Colonia und dann eventuell das Wochenende in Punta Del Este, wo man einfach mal gewesen sein muss, wenn man in Uruguay ist (& wo ich btw noch nie war :D)
Dann das Wochenende drauf fangen schon die Winterferien an, das heißt, dass der 24.6 mein letzter uruguayischer Schultag ist, schon verrückt irgendwie. Die letzten zwei Wochen sind Ferien, wo ich hoffentlich noch viel mit Freunden machen kann & dann am 8. Juli steige ich gegen 17 Uhr oder so in den Flieger, zurück nach Deutschland. Ich kann mir das momentan einfach alles nicht vorstellen, einfach wegzufliegen. 

Klar, ich bin das schon gewöhnt, ich hab mich schon von 17.000 Menschen verabschiedet, ja. Aber ich habe mich für ein Jahr verschiedet, nicht für eine unbestimmte Zeit oder sogar vielleicht für immer. Denn das wird hier passieren: ich werde vielen Leuten tschüss sagen und dabei nicht mal wissen, wann und ob ich sie wiedersehen werde. Komisch oder?

Jedenfalls bin auch ich nun bei dem Punkt: ICH WILL NICHT MEHR WEG! Natürlich freue ich mich auf meine Familie & Freunde in Deutschland, sehr sogar, allerdings werde ich meine Familie & meine Freunde von hier vermissen. Ein Teil von mir wird hier bleiben, klar, aber trotzdem: wenn ich gehe, wird es nie mehr so sein wie es jetzt ist. Man ist nur einmal Austauschschüler, wenn ich wegfliege ist es vorbei. Natürlich kann ich wiederkommen, aber es wird anders sein: wenn ich wiederkomme bin ich nicht mehr Frieda, die Austauschschülerin, die in Uruguay wohnt. ich bin Frieda, die ehemalige Austauschschülerin, die zu Besuch da ist. Das ist einfach eine Sache, die es so tierisch schwer macht zu gehen: ICH LASSE EIN LEBEN HIER!


"Ein Austauschjahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Zuerst will man unbedingt damit fahren und ist sehr fasziniert von der Vorstellung, dann geht es schnell. Man muss einsteigen und dann kommen die ersten mulmigen Gefühle. Dann gibt es Hochs und Tiefs. Aber es wechselt dann sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, ein bisschen stolz, dass man es überlebt hat, erfreut wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und eigentlich würde man am liebsten sitzen bleiben und noch mal fahren."

Dieses Zitat ist wohl eins der besten, um ein Auslandsjahr zu beschreiben. Ich erinnere mich noch genau daran, als es noch ewig hin war, bis es losging: aber dann ging es plötzlich schnell und zack!, ich saß im Flieger nach Uruguay! Das Jahr war nicht immer einfach und ich hatte mehrere Momente, wo ich gerne einfach alles hin geschmissen hätte, da ich einfach viele Probleme hier hatte. Ich kann euch aber sagen: es geht immer irgendwann wieder bergauf, das Wichtigste dabei ist einfach, dass man nicht aufgibt. Ich bin ziemlich traurig, dass meine Geschichte Auslandsjahr schon fast wieder vorbei ist, ich bin stolz alle Hürden, die mir in den Weg gestellt wurden, gemeistert zu haben. Ich werde mich bestimmt (auch, wenn ich es mir gerade nicht so recht vorstellen kann) irgendwie wieder freuen in meinem "normalen" Leben in Deutschland zu sein, aber andererseits will man dieses ganze Jahr nochmal durchleben (auch, wenn ich in meinem Fall die unangenehmen Punkte lieber weg lasse).

So, das wars wieder von mir. Eigentlich wollte ich ja über die letzten zwei Wochen schreiben, aber das mache ich im nächsten Post & baue Paysandú dann auch noch mit ein! Der nächste Post kommt, wenn alles nach Plan läuft sehr bald. ich denke, wenn ich Lust und Zeit habe zwischen Sonntag & Dienstag.

Besos,
Friedita <3






Samstag, 14. Mai 2016

Endjahresseminar, Colonia & Buenos Aires

Hallo ihr lieben,
ich sitze gerade in meinem warmen Bett & höre Musik von "No te va a gustar" & lasse gerade die letzte Woche Revue passieren, denn in den vergangenen sieben Tagen war ich auf dem Endjahresseminar, in Colonia und in Buenos Aires. Aber erstmal der Reihe nach:
Letzte Woche Freitag, gegen 3.30 morgens, sind Maleia und ich nach Montevideo gefahren, um uns dort mit den anderen Austauschschülern zu treffen und dann zur Orientation zu fahren, die ca. 1 Stunde außerhalb von Montevideo, im Departamento Canelones, stattgefunden hat. Die Mehrheit der Austauschschüler, so auch ich, kannten die Unterkunft schon, denn vor fast genau neun Monaten sind wir auch dort gewesen, nämlich als wir angekommen sind. Zum Glück war es diesmal nicht so kalt wie beim letzten Mal :)
Auf der Orientation wurde viel über das Nachhause Kommen, den Abschied von Uruguay und dem Danke sagen gesprochen, weshalb wir alle doch irgendwie ein bisschen traurig waren. Außerdem haben wir alle (45 Austauschschüler) ein Spanisch Examen geschrieben - mit schriftlicher und mündlicher Prüfung.

SPOILER FÜR DIE ZUKÜNFTIGEN ATS IN URUGUAY, IHR BITTE NICHT LESEN
Am Samstag Abend sollten wir uns alle draußen versammeln & dann durften wir nicht mehr reden. Wir standen alle in einem Kreis und die Volunteers haben immer zwei Personen aus dem Kreis herausgepickt und zu einem Haus geführt, wo wir erstmal umarmt wurden und dann eine Kerze in die Hand gedrückt bekommen haben und in das Haus gelassen wurden, wo viele Stühle standen und wo wir, verständlicherweise, am Ende alle saßen. Belén, die Chefin von YFU hat dann erst einmal eine kleine Rede gehalten, über alles, was in unserem Jahr so passiert ist und dann konnte jeder seine Kerze auspusten und dabei sagen für was er dankbar ist. Das war irgendwie total schön, also voll das Gänsehaut-Feeling irgendwie. Danach gab es viele Tränen, aber wir haben uns alle einfach die ganze Zeit umarmt, da sich viele von uns leider gar nicht mehr sehen werden. :(

Könnt wieder weiterlesen...
Am Sonntagabend sind die ATS, die nicht mit auf die Reise nach Buenos Aires gekommen sind, gefahren und das war auch echt traurig, da ich zum Beispiel Cassandra aus den Niederlanden nicht mehr so schnell wiedersehen werde, denke ich. Noch ein bisschen später ist die Gastschwester von Paul, Lucía, gekommen, da sie auch mit auf die reise gekommen ist und das war echt schön, sie wiederzusehen, da wir uns ja schon von der Reise nach Salto kannten.

Am nächsten Tag sind wir dann relativ früh nach Colonia de Sacramento gefahren, da wir uns die Stadt angucken wollten. Colonia ist eine wunderschöne, kleine Stadt, am Río de la Plata. Sie ist wohl eine der touristischsten Städte Uruguays und es gibt eine Fährverbindung rüber nach Buenos Aires. In Colonia haben wir in einem kleinem Hostel geschlafen & nachdem wir die Nacht mit Angst vor Cucarachas überstanden hatten, sind wir auf die Fähre in Richtung Buenos Aires gegangen. Der Terminal war einfach genau wie ein Flughafen, es gab einen Check-In mit Gepäckabgabe, dann musste man durch so einen Sicherheitsscaner und am Ende saßen wir in einer Wartehalle vor unserem "Gate". Ins Boot sind wir durch einen Tunnel gekommen und selbst in den Booten sah es aus wie in einem Flugzeug - immer drei Sitze nebeneinander und die waren sogar wie im Flugzeug. Der einzige Unterschied ist wohl, dass es im Flugzeug keinen Duty Free Shop gibt, haha.

Als wir dann in Buenos Aires angekommen sind, sind wir mit einem Bus zu unserem kleinen Hostel gefahren. Unser Hostel war das reinste Kunstwerk und wirklich ein typisches Hostel. Mit Kunstwerk meine ich die Wände, Bilder kommen unten. Kurz danach sind wir direkt losgezogen, um unser Stadtviertel "Palermo" zu erkunden. Auch das Stadtviertel ist wie das Hostel ziemlich bunt und ein Kunstwerk, den überall sind bunte Malereien an den Mauern. Meiner Meinung nach ist der Teil von Palermo, in dem wir waren (denn Palermo ist groß) wohl Hippie. Es gab viele kleine Lädchen, von kleinen Künstlern und viel zu sehen.
Den Tag haben wir mit einem gemeinsamen Abendessen in einem schönen Restaurant ausklingen lassen.
Am nächsten Tag, Mittwoch, haben wir erst im Hostel gefrühstückt und das war total aka Latino, denn es gab zu wenig Teller, Besteck und Tassen, sodass ich meine Cornflakes ohne Milch und Löffel gegessen habe. Dann sind wir losgegangen, um mit einem Bus eine kleine Stadtrundfahrt mit Sightseeing zu machen. Wir waren zum Beispiel beim Obelisken in der breitesten Straße der Welt, der Avenida 9 de Julio, die 16-spurig ist und im Barrio (Stadtviertel) "Boca", welches sehr berühmt ist, unter anderem für sein Fußballteam.
Am Nachmittag hatten wir kurz Freizeit, weswegen meine Mädels und ich kurz ins Hard Rock Café, zu Starbucks (in Uruguay gibt es das nicht) und zu anderen kleinen Läden gegangen sind. Später sind wir ewig lang zum Museum of Modern Art of South America gelaufen. Das Museum hat mir super gut gefallen und Hannah B., Wiebke und ich haben echt coole Fotos gemacht, die ich allerdings noch nicht habe. Am Abend haben wir alle zusammen das Asado vorbereitet, sprich Gemüse schnippeln, Brot schneiden und den Grill vorbereiten. Dann gab es auch noch Geburtstagskuchen, da Inga aus Norwegen und Linde aus Belgien Geburtstag hatten.
Am Donnerstag wurde die Gruppe geteilt und ich bin mit meiner Gruppe in einen schönen Park in der Nähe vom Hostel gegangen, um dort ein bisschen zu entspannen, herumzulaufen und um Karten zu spielen. Dann sind wir in ein Shoppingcenter gegangen, wo aber fast keiner etwas gekauft hat, da die Preise sehr hoch waren. Danach hatten wir Freizeit und wir waren in Palermo noch ein bisschen shoppen, dort haben wir nämlich ein paar günstigere Läden gefunden. Dann sind wir natürlich nochmal bei Starbucks gelandet, muss man ja ausnutzen, oder? Am Abend sind wir dann mit der gesamten Gruppe nochmal essen gegangen und danach gab es im Hostel noch eine kleine Party, aber wir waren alle so müde, dass wir gegen 3 oder 4 schon schlafen gegangen sind, denn wir hatten nicht so viel Schlaf bekommen die Woche: ;-)
Am Freitag Morgen sind wir dann wieder mit der Fähre zurück nach Colonia und dann mit dem Bus nach Montevideo gefahren, dort sind wir gegen 16.45 Uhr angekommen und leider war der Bus nach Mercedes um 17.00 Uhr schon ausgebucht, sodass ich bis 18.30 Uhr warten musste. Verena und Hannah mussten aber auch auf ihren Bus nach Durazno warten, deshalb waren wir zusammen noch schnell etwas essen.
Dann war ich gerade am Tschüsssagen, da werde ich von hinten umarmt und jemand, dessen Stimme ich kenne, schreit: "Friiiiiiiieda" und da stand dann wirklich meine Freundin Lucrecia aus Dolores, die jetzt auf dem Militärsgymnasium in Montevideo ist, vor mir. Ich habe mich so gefreut, sie wiederzusehen, da ich sie echt vermisse und sie eine der ebsten Personen ist, die ich je kennengelernt habe! <3
Letztendlich bin ich gestern nach um 23 Uhr angekommen und habe dann noch schnell etwas gegessen und bin dann totmüde ins Bett gefallen.
Jetzt kommen noch ein paar Bilder & eventuell gibt es die Tage noch einen Bilder Post :)


COLONIA:

Unser Hostel in Colonia

Die Stadtmauer


Martha, Merle und Alica (Einhorn) aus Deutschland

Wiebke und ich an der Stadtmauer
Da bin ich im Zentrum von Colonia

Keya aus Deutschland und Quincy aus den USA

Da bin ich auf dem Leuchtturm von Colonia


"Der Mate ist das absolute Gegenteil vom Fernsehen - er lässt dich quatschen, wenn du mit jemandem zusammen sitzt und er lässt dich nachdenken, wenn du alleine bist."

Ich wusste gar nicht, dass ich in Colonia so wichtig bin, haha

Eis essen

Auch Colonia hat bunte Wände

Atardecer - Sonnenuntergang in Colonia

BUENOS AIRES:
Hostelwand

Das Treppenhaus

Speisesaal

"Gemeinschaftsraum"

1. Mittagessen in Buenos Aires: 
Links: Paul aus Deutschland, Quincy aus den USA, Domi aus Tschechien, Hannah und Keya aus Deutschland und Ella aus Finnland
Rechts: Lucía aus Uruguay, Verena und ich aus Deutschland, Lisa aus Schweden und Wiebke aus Deutschland

STARBUCKS FRAPPUCCINO

Mega der coole Buchladen


Das Stadion von Boca


Im Museum

Das Hard Rock Cafe Buenos Aires

Karten spielen



Ich wollte auch mal so ein "Standard-Instgram-Bild" :D

Chucks, Chucks, Chucks 

OHJA!

Liebe Grüße, eure Frieda


Montag, 25. April 2016

Wieder mal ein bisschen Uruguay Infos :)


Bildergebnis für uruguay karte

Hallo ihr lieben,
mir ist gerade langweilig und da dachte ich mir, dass ich doch mal wieder ein bisschen über Uruguay schreiben könnte. Heute sind die Departamentos dran. Die Departamentos sind sozusagen die Bundesländer von Uruguay, es gibt 19 Stück und alle sind total verschieden.

Fangen wir an mit dem besten Departmento, nämlich meinem: Soriano. Soriano gehört zwar eher zu den kleineren Departamentos, aber trotzdem hat es viel zu bieten. "Aquí nació la patria" , damit verbinden viele Uruguayos Soriano, oder besser gesagt Villa Soriano (ein kleines Dörfchen hier) - denn hier wurde vor vielen Jahren Uruguay quasi gegründet. Außerdem ist Soriano für seinem besonders fruchtbaren Boden bekannt. Hier wird viel Landwirtschaft betrieben und es wird viel exportiert.
Die beiden bekanntesten Städte in Soriano sind Mercedes und Dolores, in denen ich schon gelebt habe oder gerade lebe. In vielen Departamentos gibt es nämlich nur eine oder zwei "große" Städte und sonst ein paar kleine Dörfchen und viel Nichts.
Hier in Mercedes gibt es auch relativ viel Jazz Musik, was dann doch manchmal ganz schön ist, um diese Cumbia zu übertönen.
Soriano ist das siebtkleinste Departmento und seine Hauptstadt Mercedes die neuntgrößte im ganzen Land, mit 42.000 Einwohnern. :D

Das wohl wichtigste Departamento ist, drei mal dürft ihr raten: Montevideo. In Montevideo lebt die Hälfte der Einwohner Uruguays, ca 1.5 Millionen, aber gleichzeitig ist Montevideo auch das kleinste aller Departamentos. In Montevideo gibt es alles, was man im "Interior" (also im Inland - alles was nicht Montevideo ist, quasi) nicht kaufen kann. Es gibt viele Theater, Museen & im Februar ganz viel Karneval. Wenn die Jugendlichen oder besser gesagt jungen Erwachsenen studieren wollen, müssen se höchstwahrscheinlich nach Montevideo, weil ca. 99% der Universitäten dort sind. Montevideo hat eine wunderschöne Rambla (fast so schön wie die hier in Mercedes) & es gibt viel zu sehen. Die Stadt ist etwas chaotisch, aber hey, wir sind in Uruguay, wo ist da was normal?!

Machen wir weiter mit dem größten Departamento, Tacuarembó. Zu allererst, ich war noch nie dort, wie leider in vielen Departamentos, aber egal. In Tacuarembó gibt es zwei größere Städte: Paso de los Torros und ganz spektakulär: Tacuarembó. :D
Tacuarembó ist die achtgrößte Stadt in Uruguay und hat ca. 55.000 Einwohner.
Paso de los Torros ist mit knapp 13.000 Einwohnern nur auf Platz 37 der größten Städte Uruguays, ist aber hier in Uruguay ziemlich bekannt für den Softdrink: Pomelo - Paso de los Torros, was eine Grapefruit-Limonade und ziemlich lecker ist.
Das Departamento ist vor allem für seine Gauchos bekannt. Gauchos sind sozusagen die Cowboys aus Uruguay. Einmal im Jahr gibt es in Tacuarembó ein riesiges Gauchofest, mit vielen Kühen und Pferden.

Jetzt kommt Rocha. Rocha ist das siebt-größte Departamento hier und auch eins der schönsten, denn es gibt wunderbare Strände und preiswerte Ho(s)tels dazu. Ich war schon mal in Rocha, was übrigens Felsen übersetzt heißt. Ich weiß nicht, ob ihr euch noch an meine Reise im Dezember nach La Paloma erinnert, aber la Paloma liegt zum Beispiel in Rocha. Genauso wie Cabo Polonio, Punta de Diablo, la Pedrera, Chuy und wieder spektakulär: Rocha. Viele Uruguayos fahren in den langen Sommerferien im Januar oder Februar ein paar Tage oder Wochen nach Rocha, weil es günstig ist und man super Urlaub machen kann! :)

Colonia, das Departamento südlich von Soriano, ist vorallem wegen seiner Stadt Colonia de Sacramento bekannt. Die Stadt soll wunderschön sein und außerdem gibt es einen Schiffsweg direkt nach Buenos Aires. Ich war noch nie in Colonia de Sacramento, aber ich fahre in zwei Wochen mit YFU: erst Colonia und dann Buenos Aires! Ich freu mich schon. :)
In Colonia gibt es noch viele etwas kleinere Städte: Rosario, Valdense und Nueva Hevletica. Ich war schon ein paar mal im Norden von Colonia am Strand und auch ein paar Tage weiter südlich im Balneario Santa Ana, wo ich ja auch einen Post drüber geschrieben habe. :)

Salto ist das zweitgrößte Departamento und auch die zweitgrößte Stadt Uruguays. In Salto, Stadt, wohnen ca. 100.000 Menschen, was im Gegensatz zu den 1.5 Millionen in Montevideo ziemlich wenig ist, oder? Die Stadt Salto ist aber wunderschön und die Rambla ist auch ganz cool, allerdings nicht, wenn sie Unterwasser steht, wie im Oktober. 
Das Departamento ist für die leckeren Orangen und die Thermen bekannt. Die Thermen in Salto ist richtig cool und wenn man mal dort ist, auch unbedingt ein MUSS. 
Von Salto kommt man gut und schnell nach Argentinien :)

Paysandú ist direkt unter Salto und ist das drittgrößte Departamento Uruguays. Auch Paysandú, Stadt ist die drittgrößte Uruguays. Ich verbinde dieses Departamento ja mit einer halben Stunde im Nichts, aber gut, es ist auch für anderes bekannt: einmal im Jahr gibt es die "Fiesta de la Cerveza"  (Bierfest) in Paysandú und ein berühmter uruguayischer Nachtisch, der Chajá, kommt auch von dort. Chajá ist eine Kalorienbombe, bestehend aus Pfirsich und Merengue, ich weiß leider nicht, was das auf Deutsch heißt. Wer es mal probieren möchte, hier klicken. :)

Maldonado ist auch ein ziemlich bekanntes Departamento, denn dort liegen die berühmtesten Urlaubsorte Uruguays: Punta del Este und Piriapolis. Punta del Este hat im Winter ca. 20.000 Einwohner und dann in der Sommersaison zwischen 600.000 und 700.000 Touristen. Punta del Este ist eine Halbinsel und das besondere daran ist, dass man auf der einen Seite im Rio de la Plata badet und auf der anderen Seite kann man in den Atlantik hüpfen. Fast alle ATS waren schon ein oder mehrere Male in PdE, aber ich nicht. *pienz*
Piriapolis ist das kleinere und etwas günstigere Punta del Este ein bisschen weiter westlich. Auch dort war ich noch nicht, sonst würde ich mehr dazu schreiben.
Auch in Maldonado gibt es eine Stadt, die zufällig genauso wie das Departamento heißt. Diese Stadt ist relativ groß und ca. 15 Minuten von Punta del Este entfernt.

Artigas ist auch für seinen Karneval bekannt und ist außerdem das nördlichste Departamento. Auch die Hauptstadt heißt Artigas und ist ungefähr so groß wie Mercedes. 
Es gibt noch ein paar kleinere Städte wie Bella Union und ich glaube, bin aber nicht ganz sicher, ob diese Stadt in Artigas liegt, Nuevo Berlín. 
Der Karneval in Artigas ist sehr brasilianisch geprägt und auch die Einwohner Artigas' sind oft bilingual, also sprechen Spanisch und Portugiesisch oder, was öfters vorkommt, sprechen sie Portuñol, also spanisch und portugiesisch gemischt, was echt manchmal unverständlich ist. Mein Erdkundelehrer hier meinte: "Ich verstehe natürlich Spanisch und man versteht auch die Brasilianer mit mit ihrem Portugiesisch, wenn sie einigermaßen langsam reden, aber die da Portuñol sprechen, verstehe ich nicht."
Artigas grenzt zudem auch noch an Argentinien.

Auch in Rivera wird viel Portuñol gesprochen. Rivera liegt auch an der Grenze zu Brasilien und grenzt an Artigas. Die Hauptstadt heißt auch Rivera und liegt direkt an der Grenze. Wenn ich direkt sage, meine ich direkt, denn man kann von Rivera direkt rüber nach Brasilien spazieren, denn Rivera grenzt direkt an ihre "Schwesterstadt" aus Brasilien: Santana do Livramento. Laut meiner Spanischlehrerin aus Dolores gibt es in Rivera nichts, aber es gibt relativ viele FreeShops, wo es viele Produkte, die man in Uruguay normalerweise nicht kaufen kann, gibt.

Das Departamento direkt über Soriano und unter Paysandú ist Rio Negro. Rio Negro ist vor allem für seine Hauptstadt Fray Bentos bekannt, weil es von dort eine Brücke über den Rio Uruguay gibt, um nach Argentinien in die Stadt Gualeguaychú zu kommen. Sonst gibt es in Rio Negro nicht viel.

Durazno heißt übersetzt Pfirsich und ist so ziemlich das zentralste Departamento Uruguays. Seine Hauptstadt heißt auch Durazno, von mir liebevoll Pfirsich-Town genannt und ist ungefähr so groß wie Mercedes, vielleicht auch ein bisschen kleiner. Die Stadt ist ganz schön, aber nicht so cool wie Mercedes natürlich. :)

Flores grenzt im Osten an Soriano und ist ein kleines von vielen vergessenes Departamento. Seine Hauptstadt Trinidad ist sehr schön und bunt und hat sogar ein Kino. In Flores gibt es ein paar bekannte Höhlen und ein kleines Naturreservat.

San José ist ein kleines Departamento in der Nähe von Montevideo. Es gibt dort seeehr viele Kühe und somit Landwirtschaft und Viehzucht. Die Hauptstadt ist San José de Mayo, ungefähr 30.000 Einwohner.

Die USA hat ein Florida? Uruguay kann das auch. Das Departamento Florida liegt nördlich von Montevideo und hat einige kleine Städte und die Hauptstadt Florida natürlich. Dort wohnen ungefähr 30.000 Menschen, aber viele von ihnen haben auch noch ein kleines Apartment in Montevideo, weil es nur 100km weg ist und man die Wochenenden dann in Montevideo verbringen kann.

Lavalleja. Wie spricht man das aus? Ungefähr so: Lawaschecha (das ch so wie bei Buch). Ja, auch so heißt ein Departamento von Uruguay. Die Hauptstadt ist Minas und diese ist ungefähr so groß wie Mercedes. In Lavalleja gibt es ein paar Berge und Wälder (aber nicht sehr groß). wenn über Lavalleja gesprochen wird, dann meistens über die Natur.
Angeblich sollen in Lavalleja auch viele Buddhisten leben, ob das stimmt? 

Canelones, klingt nach Nudeln? Ist auch ein Departamento hier in Uruguay. Es liegt direkt bei Montevideo und ist auch viel für Viehzucht und Landwirtschaft bekannt. Es ist das zweitkleinste Departamento Uruguays.

33 oder auch Treinta y Tres - ein weiteres Departamento mit viel nichts. Ganz ehrlich, ich weiß gar nichts über Treinta y Tres, noch über Cerro Lago, dem letzten Departamento, was überbleibt.

Das waren alle 19 Departamentos. Ich war in einigen, nicht in vielen. Man merkt immer wieder, die Uruguayos sind verrückt. Wer nennt seine Bundesländer den Pfirsich oder Felsen?

SOOOO; ICH HOFFE, DAS WAR JETZT NICHT ALLZU LANGWEILIG, VIELLEICHT HAT ES JA AUCH JEMANDEM GEFALLEN, WER WEISS. JETZT WISST IHR EIN BISSCHEN BESSER ÜBER URUGUAY BESCHEID.






ADIÓS,
Frieda



Dienstag, 19. April 2016

Ein Tornado, eine Reise quer durch Uruguay und noch ein paar Dinge mehr

Hallo alle zusammen,
hier in Uruguay ist ziemlich viel passiert in der letzten Zeit. Es ist hier Herbst geworden, dass heißt viel Regen, Wind und Kälte. Manchmal bedeutet es auch schulfrei, da meine Klassenkameraden bei viel Regen nicht zur Schule gehen.
Wenn ich Schule habe, sitzen wir im Unterricht und hoffen, dass es nicht regnet, wenn die Schule aus ist, weil wenn es viel regnet sind die Straßen voller Wasser und man hat am Ende die Schuhe voller Wasser, yey.

Ich könnte jetzt weiter über den mehr oder weniger langweiligen Schulalltag schreiben, aber es sind in Uruguay viel wichtigere Dinge passiert. Wegen dem schlechten Wetter kam es in vielen uruguayischen Städten zu großflächigen Überschwemmungen und in Dolores, meiner alten Stadt gab es einen Tornado.
Am Freitag in Erdkunde meinte ein Mädchen auf einmal, dass es in Dolores einen Tornado gab, dann hat sie Videos davon geschickt bekommen und da hat man schon gesehen, dass es Dolores ziemlich schlimm getroffen hat. Kurz danach wurden wir von der Schule nach Hause geschickt, nur für den Fall. Hier in Mercedes ist zum Glück nichts passiert, aber in Dolores dafür umso mehr.
Quasi das komplette Zentrum Dolores' ist zerstört. Der dritte Stock der weiterführenden Schule ist eingestürzt und liegt jetzt im Pausenhof, die andere weiterführende Schule ist quasi nicht mehr existent. Viele Häuser sind beschädigt worden & viele Menschen wurden verletzt, einige sind auch gestorben. Ich habe gleich vielen meiner Freunde aus Dolores geschrieben, ob es ihnen gut geht und zum Glück ist ihnen nichts passiert. Auch den ATS in Dolores geht es gut, Hannah hat ihre Gefühle über den Tornado zusammengefasst und ich kann euch nur empfehlen das zu lesen, bitte hier klicken, die letzten beiden Einträge sind über den Tornado.
In vielen anderen Städten wird nun für Dolores gesammelt, Kleidung, Essen, Matratzen..., viele Menschen haben alles verloren und brauchen nun die Hilfe.

Die weiterführende Schule in Dolores nach dem Tornado

Wie schon gesagt, in vielen anderen Städten gab es heftige Überschwemmungen. In Rosario & San Jose de Mayo zum Beispiel. Auch dort haben viele Menschen ihr zuhause verloren.

eine Straße in Rosario

Momentan, also heute Dienstag, 19.4.2016, müssen wir nicht zur Schule, zu gefährlich wegen der Unwetter. Das ganze Land ist "zona roja" - oberste Sicherheit.
Die Rambla von Mercedes ist überflutet, aber in den Wohngebieten ist zum Glück noch nichts angekommen, da Mercedes "bergab" gebaut ist.
Es ist alles schon echt ein Erlebnis...
           

Jetzt eine ganz andere Sache: meine Reise quer durch Uruguay. Am samstagmorgen sind meine Gastmutter, Julia und ich nach Trinidad, im Nachbar-Departamento Flores gefahren. Leider gibt es von Mercedes nach Trinidad keine direkte Verbindung, weshalb wir mit dem Bus nach Paysandú, anderes Departamento und Stadt weiter im Norden, fahren mussten. Um unseren Bus nach Trinidad zu bekommen, mussten wir schon vorher auf der Ruta (Straße) aussteigen und standen dann erstmal im Nichts. Kein Mensch weit und breit & auch kein Bus in Sicht. Nach zwanzig Minuten des Wartens: ein Bus...und er fährt vorbei. Das gleiche wiederholt sich fünf Minuten später, doch dann endlich kommt unser Bus, der anhält und uns in ca. 2h Fahrt nach Trinidad bringt, yeey.


Im Nichts



In Trinidad hatte meine Gastmutter ein Treffen der YFU Volunteers, weil sie auch Volunteer werden möchte. Julia und ich haben die Zeit genutzt um Cassandra, eine ATS aus den Niederlanden zu besuchen. Wir haben Karten gespielt, gelabert und Mate getrunken. Dann haben wir entschieden ins Kino zu gehen, es gab nur zwei Filme: einen Horrorfilm und KungFu Panda 3 in 3D. Wir haben uns für KungFu Panda entschieden und haben die Kinokarten, die hier unglaublich günstig sind (100 Pesos: ca. 3€ - 3,50€), gekauft. Für das Popcorn nochmal 20 Pesos (ca. 80ct) und das wars. WARUM IST DAS KINO IN DEUTSCHLAND SO TEUER?
Nach dem Kino sind wir im Hotel essen gegangen und haben uns danach mit den ganzen jungen Volunteers zusammen gesetzt und bis ungefähr 3 Uhr nachts geredet.
Am nächsten Morgen, nach einer Nacht mit zu wenig Schlaf, haben wir gefrühstückt und den Vormittag kartenspielend verbracht. Gegen ein Uhr mittags bin ich in das 30 Minuten entfernte Durazno gefahren und habe Hannah und Verena, zwei ATS, besucht. Wir waren Eis essen und dann bei Verena. Am Abend bin ich nach Montevideo gefahren, um von dort dann nach Mercedes zu gelangen. Dummerweise war wegen des Hochwassers alles gecancelt, sodass ich kurzerhand meine Gastschwester Ana angerufen habe und spontan bei ihr übernachtet habe. Der Weg zu ihr war #typischUruguay. Ich bin mit dem Taxi gefahren und der Taxifahrer hat erst den Weg auf Google Maps gesucht, dann hat er noch Passanten auf der Straße nach dem weg gefragt.
Gegen Mittag des nächsten Tages waren Ana, Julia (die auch bei Ana geschlafen hat) und ich bei Pablo, einem Volunteer, zum Essen eingeladen. Es war sehr lecker, denn Pablo ist Koch und hat uns etwas leckeres gezaubert. Danach sind wir zum Busbahnhof gefahren und haben den Bus nach Mercedes genommen, der gestern zum Glück gefahren ist. Gegen 21 Uhr abends sind wir in Mercedes angekommen, dort waren wir Pizza essen und haben dann abends noch eine Folge Germany’s Topmodel geguckt, haha.

Das Essen bei Pablo

So, dass wars auch schon wieder,
Saludos,
Frieda