Montag, 6. Juni 2016

Paysandú & was ich sonst noch so gemacht habe

Hallo ihr Lieben,
da schreib ich schon wieder. Ich wollte ja eigentlich schon im letzten Post berichten, was ich so in der letzten Zeit gemacht habe, aber der Post ist dann ja doch etwas anders ausgefallen, haha.
Also es hat sich hier in Mercedes schon ein ziemlicher Alltag eingespielt: Morgens, wenn meine Gastmutter arbeitet lese ich viel (momentan lese ich die Harry Potter Reihe auf Spanisch - ich hab schon die ersten drei und den siebten Teil fertig & bin gerade beim vierten) und wenn meine Gastmutter da ist, trinken wir oft Mate zusammen und quatschen ein bisschen. Nach dem Mittagessen gehe ich dann immer in die Schule und habe Unterricht bis 19 Uhr. Meine Klasse ist echt super cool & ich habe dort auch ein paar super Freundinnen gefunden mit denen ich in langweiligen Unterrichtsstunden labere oder, wenn wir eine Freistunde haben, an die Rambla gehe. An den Wochenenden mache ich gerne etwas mit meiner Gastmutter, mit meinen Freundinnen und Freunden aus Uruguay oder mit Julia.

Diesen Samstag waren Julia und ich zum Beispiel in Paysandú, einer Stadt zwei Stunden nördlich von Mercedes. Am Samstag Morgen um acht Uhr morgens ist Julia zu mir gekommen und nach einem kleinen Frühstück sind wir dann zur Terminal, dem Busbahnhof, gelaufen. Als wir in Paysandú angekommen sind, wurden wir erstmal vom Regen begrüßt, der uns aber überhaupt nichts ausgemacht hat. Nachdem wir erstmal planlos durch die Stadt gelaufen sind, haben wir erstmal (richtig Touri-like) in einem Obstladen nach dem Weg ins Stadtzentrum gefragt und haben dann nach kurzem Suchen sogar eine Touristeninformation gefunden, wo uns eine nette Dame eine kleine Stadtkarte gegeben hat.
Ja, ich muss sagen, wir waren wirklich typische Touristen an dem Tag. 
Als allererstes haben wir uns eine große Kirche angeschaut, dann sind wir ein bisschen im Zentrum herumgebummelt bis wir langsam Hunger bekommen haben und in einem kleinen Hamburger Restaurant (auf Empfehlung der Frau in der Touristeninformation) zu Mittag gegessen haben. Danach sind wir in ein kleines Geschichtsmuseum gegangen. Dort haben wir lange mit einem Mitarbeiter des Museums gequatscht, der uns viel über die Geschichte Paysandus erzählt hat. Zum Schluss sind wir nochmal kurz zurück ins Zentrum gegangen und dann schnellen Schritts zurück zur Terminal, um den Bus nach Mercedes zu bekommen.
Gegen 19 Uhr sind wir dann wieder in Mercedes angekommen. Es war ein schöner Ausflug & jetzt kenne ich wieder eine Stadt mehr aus Uruguay. Paysandu hat mir trotz des Regens gefallen, auch, wenn die Stadt nicht so schön wie Mercedes, Salto oder Colonia ist. :)

Gestern Nachmittag war ich mit einem Kumpel und zwei seiner Freunde bei einem kleinem Motorradrennen. Es war echt cool, das live zu sehen, aber am Ende wurde es ein bisschen kalt. Danach bin ich zu einer Freundin meiner Gastmutter gegangen und wir (meine Gastmutter, die Familie der Freundin und ich) haben dann das Fußballspiel Uruguay gegen Mexiko geschaut, bei dem Uruguay leider 3 zu 1 verloren hat. So zu verlieren ist schon etwas traurig, aber das traurigste (oder doch lustigste?) war, dass statt der uruguayischen Nationalhymne die chilenische gespielt wurde!

Das Wochenende davor, also das letzte Maiwochenende, war ich in Dolores. Am Samstag bin ich gegen 10.30 Uhr in Mercedes losgefahren und war dann 40 Minuten später in Dolores. Ich habe dann gleich erstmal Ari (meiner Freundin bei der ich auch im Januar 10 Tage war, und bei der ich auch dieses Wochenende war) geschrieben, aber die Gute hat leider noch geschlafen, sodass ich kurz bei Maleia, einer ATS in Dolores vorbeigeschaut habe. Zum Mittagessen bin ich dann zu Ari und danach sind Ari und ich zu einer Freundin gegangen und haben dort mit ein paar Anderen das Championsleague Finale geschaut. Später am Abend sind Ari und ich zu einer anderen Freundin gegangen und haben dort Pizza gemacht. Wir haben Karten gespielt und viel gelacht. Am nächsten Tag gegen Mittag haben Aris Mutter, ihre kleine Schwester, ihr kleiner Bruder, zwei kleine Cousins und ich Gnocchi selbst gemacht, also den Teig, das Gnocchi-Formen und das Kochen. Es hat echt viel Spaß gemacht & gehört auch voll zu der uruguayischen Kultur dazu, da man ja an jedem 29. Gnocchi isst. Nach dem Mittagessen habe ich dann Hannah, eine andere ATS besucht und wir haben zusammen Apfelkuchen gemacht. Dann bin ich zu Milena, meiner Area Rep, gegangen um einfach mal wieder mit ihr zu quatschen, da sie wie eine Freundin für mich ist. Dort hat sie mir auch die Profile der neuen ATS in Uruguay gezeigt, was für mich auch echt cool war, weil es mich schon interessiert, wer hier so nächstes Jahr hinkommt. 
Am Abend hatte ich eigentlich geplant heim zu fahren, aber ich bin dann doch spontan geblieben, da mich Milena und ihre Familie zum Übernachten eingeladen haben.
Am nächsten Tag nach dem Mittagessen sind wir ins neue Liceo von Dolores gegangen und haben dort geholfen Stühle zu stellen usw., da es am Mittwoch eröffnet wurde. Das neue Liceo besteht aus Containern und ist ganz schön geworden. 
Neues Liceo? Wieso eigentlich? In Dolores gab es doch vor 1 1/2 Monaten den Tornado: eins der beiden alten Liceos steht nicht mehr, das andere ist Einsturz gefährdet. Das neue, "provisorische" Container-Liceo wird benutzt bis alles wieder hergerichtet ist, das kann noch ein bisschen dauern.
Dann haben wir noch Merienda gegessen und vor dem Feuer gesessen bis ich um 19.15 Uhr zum Bus musste und dann gegen 20 Uhr in Mercedes angekommen bin.

So, das wars auch schon wieder. Ich hoffe, es geht euch allen gut! :)
Falls das neue Austauschschüler lesen und ihr irgendwelche Fragen generell zum Auslandsjahr oder speziell zu Uruguay habt, gerne in die Kommentare :)
Jetzt kommen noch ein paar Bilder :)

Mein Lieblingsalfajor

Uruguay Liebe <3

Austauschschülerbesuch von Emilie und Maleia

Mit Mädchen aus meiner Klasse: v.l.n.r. ich, Barbara, Agustina, Mikaela, Rosa, Anabella und Ernestina

Meine Mädels: v.l.n.r Anabella, Ernestina, ich, Sofia und Agustina

Die Kirche in Paysandu

Blumen



Besos,
Friedita <3

1 Kommentar:

  1. Hi Rike, soooo schööon zu lesen, macht schon ein wenig neidisch, was Du da alles erlebst, toll! Genieße die Zeit und lass es Dir gut gehen ... Papa

    AntwortenLöschen